Projekt "Futura"


Die FEC-Clubanlage wurde in den späten 1980iger und frühen 1990iger Jahren projektiert und gebaut. Die Gleisanlagen konnten das laufend steigende Verkehrsvolumen gut verkraften. Insbesondere die sukzessive Einführung des automatischen Streckenblocks erlaubte eine erhebliche Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Strecke und der Schattenbahnhöfe. Der intensive Betrieb an den beliebten Tagen der offenen Türe kann daher weitgehend störungsfrei und zur allgemeinen Zufriedenheit abgewickelt werden.

Nach dem Jahr 2000 zeigte sich, dass die Kapazitäten in den drei Schattenbahnhöfen in absehbarer Zeit ausgeschöpft sein werden. Zusätzlich erlaubt der bestehende Streckenverlauf kein Ausbau nach dem Vorbild einer modernen Neubaustrecke. Vielmehr schlängeln sich die Züge weiterhin über die Strecken aus dem letzten Jahrhundert. Findige Projektplaner erkannten daher schon bald die Möglichkeit, mit dem Erweiterungsprojekt «Futura» beide Anforderungen einer Lösung zuführen zu können. Das Projekt wurde vollständig geplant und zur Baureife weiterentwickelt. Die Integration in die bestehende Strecke vom Bahnhof Fricktal nach Fürberg ist wie folgt vorgesehen: Die Züge verlassen den Bahnhof Fricktal weiterhin auf der Stammstrecke in Richtung Fürberg. Nach der landschaftlich reizvollen Fahrt taucht der Zug in den Tunnel. Mit dem Projekt Futura gewinnt die Strecke nun nicht mehr mittels des bestehenden Kehrtunnels an Höhe, sondern folgt einer Rechtskurve bis zur Einfahrt in den neuen Schattenbahnhof. Dieser umfasst 10 Gleise, je 5 Gleise pro Richtung. Die anschliessende Strecke wird für Parallelfahrt eingerichtet. Nach der Ausfahrt durchfahren die Züge erneut eine Rechtskurve und gewinnen dabei stetig an Höhe. Dies erlaubt anschliessend die Überquerung des Schattenbahnhofs in einer eleganten, geschwungenen Linienführung. Diese wird in Form einer modernen Neubaustrecke inkl. Betonschwellen ausgestaltet. Eine elegante Linkskurve führt zu einem Tunnelportal. Durch ein unterirdisches Anschlussbauwerk wird die Neubaustrecke mit der bestehende Stammstrecke verknüpft. Leider machte dann die ausbrechende Finanzkrise der Umsetzung dieses reizvollen Projekts einen Strich durch die Rechnung.

Erst im Jahr 2018 wurde das Projekt wieder aus der Schublade geholt und zur Umsetzung vorgeschlagen. Dann ging aber alles sehr zügig vorwärts. Die Finanzierung war sichergestellt und die nötigen Beschlüsse konnten eingeholt werden. Nach dem definitiven Baubeschluss im Februar 2018 wurde bereits im April mit den Bauarbeiten begonnen. Bis zum Jahresende entstand der massive Unterbau. Auch die bahntechnischen Sicherungsanlagen und die Informationstechnologie machten in den Jahren bis zum Baubeschluss gewaltige Fortschritte. Die Neubaustrecke soll deshalb mit einem Bildschirmstellwerk in die bestehende PC-Steuerung integriert werden. Die Versuchsanlage, welche den Bahnhof Fürberg sowie den anschliessenden Streckenabschnitt inklusive Schattenbahnhof umfasst, konnte ebenfalls im Jahr 2018 erfolgreich getestet werden.

 

Im Jahr 2019 werden nun die Gleisanlagen im Schattenbahnhof Futura eingebaut. Ausserdem sind Vorbereitungsarbeiten für die Integration in die PC-Steuerung eingeplant.

 

Text: Hänger Tobias

Neuste Bilder (Gleise werden verlegt...)

Bilder


Bilder: Beat Kull

Zukünftiges Layout H0 Anlage


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Gleisplan Schattenbahnhof "Projekt Futura"
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Gleisplan / Zusammenstellung Schattenbahnhof "Projekt Futura"
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